Wo
sind die Stärken der Naturheilverfahren?
Viele akute Infekte und Krankheiten können nebenwirkungsarm
ausgeheilt werden. Folgeschäden des Immunsystems beispielsweise
durch häufige Antibiotikaeinnahmen können dadurch vermieden werden.
Das Immunsystem wird gestärkt und trainiert. Manche Krankheiten
werden chronisch, weil der Organismus nicht in der Lage war, die
Krankheit auszuheilen. Der Patient ist dann ständig oder schubweise
mit Krankheitssymptomen belastet. Gerade hier liegt die Stärke der
Naturheilverfahren. Häufig gelingt eine Spontanheilung oder
mindestens eine Verbesserung der Symptomatik. Zu den weit
verbreiteten chronischen Krankheiten gehören Allergien, Asthma,
Ekzeme, wie Neurodermitis, Bluthochdruck. Rheuma, chronische Infekte
und andere. Viele Menschen leiden unter Befindlichkeitsstörungen,
sie fühlen sich schlecht oder krank ohne das schulmedizinisch eine
Ursache festgestellt werden kann. Gerade diese Patienten fühlen sich
häufig mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen. In vielen Fällen
können naturheilkundliche Diagnose- und Behandlungsverfahren Abhilfe
schaffen. Die Palette der Naturheilverfahren ist groß. Lassen Sie
sich von ihrem naturheilkundlichen Arzt oder Heilpraktiker über die
Möglichkeiten beraten.
Naturheilverfahren richten sich nach dem Prinzip der ursächlichen
Heilung, d.h. es handelt sich um Verfahren, die die Ursache von
Krankheiten zu heilen versucht. Beispiel: In der Regel werden
Kopfschmerzen mit Medikamenten behandelt, die das Symptom, hier den
Schmerz behandelt. Dieser wird ausgeschaltet. Die Ursache für den
Kopfschmerz kann aber eine Verspannung oder ein verschobener Wirbel
sein. Hier helfen Massagen, Chiropraktik, die Dorntherapie oder die
Neuraltherapie die Ursache für den Kopfschmerz zu beheben. Mit
Naturheilverfahren arbeiten Heilpraktiker und Ärzte für
Naturheilverfahren. Naturheilverfahren beziehen den Menschen in seiner
Gesamtheit ein: Körper, Geist und Seele. Seelische Ursachen können auch
Ursachen für Krankheiten sein. Genauso beeinträchtigen Krankheiten
unsere Gemütslage.
Wann können Naturheilverfahren helfen?
Naturheilverfahren können immer dann helfen, wenn der menschliche
Organismus noch in der Lage ist. seine Selbstheilungskräfte zu
aktivieren und zu regulieren und seine Organe noch in der Lage sind sich
zu regenerieren. Dies ist z. B bei einem Nierenversagen oder einer
fortgeschrittenen Herzkrankheit nicht mehr der Fall. Aber auch bei weit
fortgeschrittenen Krankheiten können häufig noch Besserungen erzielt
werden.
Wo sind die Grenzen der Naturheilkunde?
Für Naturheilverfahren gibt es Grenzen: Dazu gehören medizinische
Notfälle, wie z.B. der akute Herzinfarkt oder Schlaganfall. Es gibt
Krankheiten, die dringend in schulmedizinische Behandlungen gehören.
Außerdem gibt es angeborene Krankheiten, die ohne die konventionelle
Medizin nicht behandelbar sind. Ein Bestandteil der
Heilpraktikerausbildung ist es zu erkennen, wo die Grenzen der
Naturheilkunde sind.
